husch husch #12 – 2016

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Husch husch, gut, gut, meinte Juergen heute zu mir beim Kaffeetrinken in Zelle k5″ (s. hier), das ist ja heute Teil des praktizierten Lebensstils, das betrifft alle und gehört dazu. Alles müsse schnell gehen, husch husch eben.

Ein Beispiel, bei dem er selbst betroffen sei: Er habe sich das diagonale Lesen am Bildschirm derart angewöhnt, dass er immer etwas Eingewöhnungszeit benötige, um beim Lesen längerer Texte oder eines Romans wieder in den Flow des langsamen und verstehenden Lesens zu finden.

Ich solle doch mal nicht nur „husch husch Bilder“zeigen, sondern auch „slow slow Bilder“, um die Langsamkeit zu unterstützen. Das werde ich machen. Bald. Versprochen.

Buchalov

 

zufällig ausgewählt

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Juergens Atelier „Zelle k5“ das sind ja eigentlich zwei Räume, der große Raum, für was auch immer, und dieser kleinere, die Druckwerkstatt und gleichzeitig das Materiallager. Wenn man in diesen Raum hineinkommt sieht man rechts auf einem Aktenschrank einen riesigen Stapel von Papieren, bedruckte, unfertig, dicke, dünne, alle möglichen Formate, alle möglichen Sorten, alles aussortiert, weil sie „dem großen Meister“ nicht passten, die Druckqualität mies war, die Farben nicht stimmte – was auch immer. Juergen wirft sie nicht weg. Dort finden sie erst einmal ihren Platz.

Und wenn er druckt, dann nimmt er immer die Restfarbe und den aktuellen Druckstock und druckt auf eines dieser zufällig ausgewählten Papiere, einfach so.

Buchalov

„Projekt ohne Namen“ und das perfekte Ding

„Das perfekte Ding ist …“

Da war dieser Satzanfang, den ich Juergen zukommen lassen sollte. So der Auftrag von Susanne Haun.

Und die Vereinbarung, die Juergen und Susanne haben ist die, dass Juergen den Satz vervollständigen soll – zeichnerisch und textlich. Dies hat er getan, in zwei Varianten:

„… das momentane Ding“ 

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Und Susanne, so mein Auftrag von Juergen an mich, soll ich nun folgenden Satzanfang übermitteln: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“

Buchalov

 

benutzte Druckstöcke

 

Heute habe ich ihn wieder erwischt: Juergen stand  im Atelier „Zelle k5“ vor seinem Drucktisch, mit dem Rücken zu mir, und „himmelte“ seine  benutzten Druckstöcke an. Die findet er richtig gut. Ich weiss, dass er die gerne weiter verarbeiten würde, zu Wandobjekten.

Ich habe ihn nicht weiter gestört.

Buchalov

ohne #3

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„ohne #3“– Was soll das denn für  eine Blogartikelüberschrift sein?“, meinte Juergen zu mir. „Ihr konntet Euch ja in Eurem Projekt“ – gemeint ist das Vorhaben zwischen Susanne Haun und Juergen, bei dem der Eine dem Anderen einen unfertigen Satz vorgibt und der fehlende Teil des Satzes zeichnerisch vom Gegenüber ergänzt werden soll  – “ nicht auf einen Projektnamen einigen. Euer Projekt ist daher „ohne“„, habe ich ihm geantwortet.

Juergen hat den zweiten Satz von Susanne, den sie ihm vor Tagen schon mitgeteilt hatte,  mit obigem Bild ergänzt. Susannes Satzteil lautete:

„Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“

Jürgen antwortete:

... tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

Es gab auch noch folgende Alternative, die Juergen aber wohl verworfen hat:  „… auf der Turmspitze steht.“

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Buchalov