Wegschütten – Heftchen 1

Nr. 7 - Heftchen Wegschütten - Küster und Haun S. 4

Auf der „Buchalovs Freunde Tour 2016“ haben Susanne Haun und Juergen auch fleißig gemeinsam gearbeitet, an ihren „wegschütten – Heftchen“ In loser Folge, so der Wunsch von Juergen, soll ich ein paar der Ergebnisse zeigen, während er wieder unterwegs ist.

Also:

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das Wort „gemeinsam“

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Boris, der Maler, führte gegenüber Juergen und mir massive Beschwerde darüber, dass sowohl in Krakau, wo er gerade herkam, als auch in Berlin, wo er eine Zwischenstation eingelegt hatte, bei den Malerfreunden das Wort „gemeinsam“ komplett aus dem Sprachgebrauch gestrichen worden sei. Jeder strampele nur noch für sich vor sich hin und versuche über die Runden zu kommen. Ich, ich, ich!

Dieses verdammte Geld, diese verdammte Konkurrenz, so seine Ansicht, mache alles kaputt.

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Szenarium 8

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In Norwegen, konfrontiert mit dieser Totalität von Natur, Landschaft und Schönheit, sei er sich ganz klein vorgekommen. Ich pflichtete Juergen bei, denn so ist es mir auch ergangen. Juergen scheint ja einen Weg gefunden zu haben, um über seine Szenarien damit umzugehen.

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Gleichgültig, was man tut …

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Juergen heute:

Wenn man nicht von der Kunst leben müsse, werde man als Künstler nicht ernst genommen.

Wenn man von der Kunst nicht leben könne und in prekären Verhältnissen lebe, werde man als Versager wahrgenommen.

Wenn man geerbt habe und Kunst mache, werde man als Privatier eingestuft, aber nicht als Künstler.

Wenn man sage, man sei kein Künstler und suche nur nach Formen, um das Leben zu begreifen, wird man als Spinner oder Trittbrettfahrer oder Hobbykünstler eingestuft.

Wenn man eine Frührente bezieht und als Künstler lebe, wird einem unterstellt man habe sich diese Rente erschwindelt.

Gleichgültig was man tut und sagt, …

Juergen hatte wirklich einen dicken Hals als er dies heute morgen verbittert zu mir sagte. Und ich weiß, dass diese Beschreibungen nicht erfunden sind, sondern das er konkret  Personen aus seinem Umfeld vor Augen hatte.

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