zu schnell

IMG_0075Manchmal sei er zu schnell, meinte Juergen selbstkritisch. Nicht bei der Arbeit selbst, aber bei der Entscheidung über die Frage, ob es nun fertig sei, ob das Gedachte und Getane trage. Er müsse mehr Sorgfalt bei der Prüfung der Ergebnisse an den Tag legen. Er sei bisweilen zu oberflächlich, meinte er.

Ich fragte ihn, wo denn dieses Ansinnen herkomme. Juergen erzählte mir von Peter Freitag, dessen Atelier er in Berlin besucht habe und der im Gespräch deutlich machte, wie er stets prüfe, wäge, nachdenke, und dabei in sich hineinhorche, ob das Ergebnis mit dem, was er so tief innen denke und fühle vereinbar sei. Ob es mit seinem Koordinatensystem und seinem Konzept im Einklang sei. Und dann sei in der Regel das Ergebnis auch wirklich gut. Zumindest nach außen selbstbewusst vertretbar.

Buchalov

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8 Gedanken zu „zu schnell

  1. Schnelligkeit oder Langsamkeit in der Arbeit oder im Denken sagen nichts über die Qualität des Ergebnisses einer Arbeit aus. Genau so wenig wie große oder kleine Pinsel.

    • Hallo Armin!

      Schön von Dir zu hören. Habe noch heute morgen an Dich und Klaus gedacht und überlegt, ob wir uns nicht nächstes Jahr am Niederrhein zu „Buchalovs Freunden“ treffen könnten. Hier der Link zu den Ergebnissen in den letzten Jahren: http://buchalovsfreunde.wordpress.com. Das ist jetzt einfach mal so ins Unreine gedacht. Bin auf deine Antwort gespannt.
      Deine Arbeiten auf Deinem Blog sind wirklich sehr gut gelungen. Ich vermute, sie sind langsam, sorgfältig, in Ruhe gewachsen.
      Du siehst: ich glaube schon, dass es einen Zusammenhang zwischen Qualität und tieferer Durchdringung eines Werkes bei der Herstellung gibt. Langsamkeit ist vielleicht auch nicht das richtige Wort, das ich da gewählt habe. Ich meine mehr dieses Innehalten, zurücktreten, Tempo rausnehmen, abwägen und dann wieder einsteigen. Es geht um Sorgfalt, um einen Prozess, in welchem das Ergebnis heranwächst.

      Liebe Grüße vom Niederrhein
      Jürgen

  2. Hallo Jürgen, würde mich freuen, wenn wir einen Termin finden!

    Ich glaube auch, Langsamkeit trifft es nicht wirklich.

    Ich treffe ja oft Entscheidungen am Bild aufgrund von langen Überlegungen im Vorfeld (sowie auch nach Jahren der Erfahrungen im Umgang mit Farbe, Werkzeugen usw.). Dann kann der Akt des Malens natürlich auch sehr schnell gehen.

    Die Wandmalerei aus den letzten Wochen ist in der Tat gewachsen. Aber diese Woche fing ich an mit meinem Beitrag in der Stadtgalerie Saarbrücken & in zwei Tagen war die Wandmalerei fertig. Allerdings habe ich auch Wochen lang vorher schon in jeder Nacht von der Arbeit geträumt. Ich brauchte also nur das erträumt Gesehene abzumalen.

    Trotzdem bleibe ich dabei: Geschwindigkeit ist kein Kriterium für die Beurteilung der Qualität eines Bildes. Geschwindigkeit kann, wie Du schon angemerkt hast, ein auch Werkzeug sein.

    Man sollte Expressivität aber nicht automatisch gleichsetzen mit Schnelligkeit. Quälend langsame Prozesse können sich ebenso expressiv im Bild niederschlagen.

    Meine ich.

    • Du hast ja Recht.
      Danke für Deine Zusage. Freut mich ichtig.Was den Termin und das logistisch-organisatorische zum Projekt „Buchalovs Freunde“ anbelangt, melde ich mich noch per Mail.
      Schönes Wochende
      Juergen

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