so viele Bilder

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Es gebe so viele Bilder, und wenn man sie gesehen habe, seien sie im Kopf. Und was mache man dann? Wie solle man damit umgehen? Dies stand als Frage im Raum, in „Zelle k5“.

„Hermann, der Vernetzer“ gab die Antwort und Jurgen hörte gespannt zu: Entweder kopiere man, oder man verwende sie als Inspiration oder man betreibe Aneignung. Auch „Rudolf, der Bildhauer“ hörte gespannt zu, denn von ihm war ja die Frage ausgegangen. Und als eine Konsequenz hatte er ernstlich in Erwägung gezogen, sich den Bildern zu entziehen: einfach in kein Museum mehr gehen, keine Kataloge wälzen, keine Kunstzeitung kaufen und so was halt.

Der Vorschlag von „Hermann, dem Vernetzer“ gefiel Jungen mehr als gut. Er fand ihn äußerst hilfreich und strukturell. Strukturell mag Juergen, denn das gibt ihm ein Gefühl von Sicherheit. Praktikabel schien ihm die Antwort auch.

Buchalov

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13 Gedanken zu „so viele Bilder

      • Guten Morgen, Jürgen,
        ich habe noch Probleme, mir etwas von anderen Künstlern für eine Collage anzueignen…. auch ein guter Gedanke, den Rauschenberg mit er Ausradierung von de Koonigs Zeichnung schon fast bis zu Ende gedacht hat. Nur der Titel weisst noch auf de Koonigs Arbeit hin. Und damit ist der Titel das Wichtigste der Arbeit von Rauschenberg 🙂
        Ein Schönes WE und LG von
        Susanne

      • Liebe Susanne!
        Im Grunde genommen bleibt nicht viel an wirklich Neuem, Eigenständigem, denn alles ist schon mal, wenn auch in anderer Form, da gewesen und wir schöpfen ja immer aus diesem Riesenpool der kreativen Ergbenisse. Ohne diese Materialkiste könnte ich gar nicht arbeiten. Dabei spielt für mich auch die Aneignung der Bilder aus dem Internet eine besondere Rolle. Das hat mein Kunstmachen verändert.
        Und der Grad zwischen Aneignung und Plagiat ist wirklich sehr schmahl.
        Aber weil dem so ist, gehe ich erst einmal damit so um, dass ich mein Eigenes zu machen versuche und die Aneignung mit Bezug auf die Quelle benenne bzw. nicht verschweige. Ich tue mich nicht so schwer mit der Aneignung der Werke anderer Künstler.
        Und Aneignung und Collage sind auch noch zwei verschieden Begrifflichkeiten.
        Mit diesem Thema bin ich, sind wir, noch nicht zu Ende.
        Dies war wieder einmal ein „Bademantelkommentar“.
        Alles Gute, schönes Wochenende
        juergen

      • Guten Morgen, lieber Jürgen,
        danach streben wir Künstler alle, nach dem wirklich Neuem, auch wenn es aus Altem, dem Angeeigneten entsteht.
        Ich denke schon, dass es noch wirklich Neues gibt, zumindestens in der Installation und in der Medienkunst. Wenn ich an die documenta denke, sind wir dort nicht immer wieder erstaunt, welche Ausprägungen die Kunst haben kann?
        Auch ich sitze noch im Bademantel und wünsche dir einen schönen 2. Advent….

  1. Guten Morgen, Ihr beiden! Völlig ohne Bademantel, aber in T-Shirt und Pullover: Aneignung ist ein bisschen so wie Sprechen-Lernen. Man plappert Dinge nach und mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für den Resonanzboden der einzelnen Worte und von Sprache überhaupt. Und von Anfang an versucht man trotzdem, seine eigenen Geschichten zu erzählen. Das, was „das Eigene“ ausmacht, bin ich selbst: mein eigener Blick auf die Welt, mein eigenes Behagen und Unbehagen, dem ich Ausdruck verleihe. Wenn ich also eigene Gedanken habe und diesen vertrauen, dann habe ich gute Chancen, dass meine Kunst eine eigene und eigenwillige wird. Und das scheint mir bereits seit vielen Jahren so: es gibt halt Menschen, die haben etwas zu sagen, und es gibt Menschen, die haben halt nichts zu sagen. Und das scheint mir dabei das ganze Geheimnis. Schönen 2. Advent!

  2. das eine ist eine uralte Gedichtzeile von mir: Bilder, Bilder, ich wollt ich könnt euch fangen und damit waren noch nicht einmal die von Künstlern gemalten, fotografierten oder sonstwie entstandenen Bilder gemeint, sondern nur die Bilder, die sich in mir in meinen Träumen zeigen und denen, die sich tagtäglich in meine Augen brennen …
    das andere sind die Worte wie Aneignung und Inspiration, es wäre ja noch interessant was passiert, wenn man sich selbst für eine Weile in einen leeren Raum sperren ließ, was wäre dann mit Bildern? Die inwendigen kann man nicht ausschließen, aber vielleicht würden sie weniger … nix wie reine Spekulation …
    Collagen erlauben die Freiheit mit Vorhandenem neues zu schaffen, eine Technik, die sehr mag, wie man ja sehen kann und wenn mir dann manchmal ein Bild in meinem reichhaltigen Archiv fehlt, nehme ich auch gerne eins von anderen … es stimmt, die Quelle sollte man benennen, das versäume ich noch zu oft – shame on me …

    herzliche Grüße
    Ulli

  3. Pingback: about appropriation | BUCHALOVS BLOG ••••••••

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