Praesentation

IMG_1592Das war für Kursentschlossene: Juergen packte mich in sein Auto und ab ging es nach Münster, zum Atelierrundgang der Kunstakademie.

Auf der Rückfahrt fragte ich ihn dann, was ihn so am stärksten beeindruckt habe. Diesmal, so Juergen, habe er verstärkt auf die Art und Weise geachtet wie die Werke der jungen Künstler von diesen selbst präsentiert worden seien. Er habe vieles gesehen – Hingehuschtes, Leichtes, Improvisiertes, Raumgreifendes, Rahmenloses, Prozesshaftes, Schnörkelloses – und dabei gelernt und einiges werde er sicherlich in sein Repertoire  aufnehmen. Er gehe als Betrachter eigentlich nicht mehr an Wänden entlang und schaue auf Zweidimensionales – er sei im Raum als Ganzes unterwegs und schaue. Und viele stellten genau so aus. Das finde er gut. Er, Juergen, habe sich angewöhnt, immer in die Mitte des Raumes zu gehen und von dort erst einmal den Blick schweifen zu lassen. Er nehme das Gefühl in sich auf mitten drin zu sein. Und dann erarbeite er sich die einzelnen Werke Schritt für Schritt und nehme den Raum nach und nach komplett in Besitz.

Buchalov

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7 Gedanken zu „Praesentation

  1. Einen schönen Rundgang zeigst du uns. Ich habe mir heute die Hochschultage an der Kunsthochschule Bremen angesehen und muß nun feststellen das ich änlich wie du vorgegangen bin. Erst den Raum von der Mitte für sich einnehmen und dann die einzelnen Kunstwerke anschauen. Im übrigen war ich begeistert von den vielen verschiedenen Kunstwerken die es zu sehen gab.
    Dir noch ein schönese Restwochenende wünscht Bine

    • Liebe Bine!
      danke für Deinen Kommentar. Auch bei mir ist es immer wieder die Begeisterung, die mich zu Kunstrundgängen treibt und die Neugier auf die jungen Künstler, ihre Kraft, ihren Mut und das Innovative. Ich lerne durch Schauen und lerne dabei immer viel.
      LG juergen

  2. eine tolle Idee erst einmal mitten im Raum zu stehen und sich dabei im Kreis zu drehen … das habe ich noch nie gemacht, aber daran werde ich bei der nächsten Ausstellung denken, die dann in Riehen in der foundation beyeler sein wird …
    herzliche Sonntagsgrüße Ulli

  3. Ja da hast du recht. Wir können viel von diesen jungen Künstlern lernen. Bei den Hochschultagen sind die Studenten anwesend und so kam es zu dem ein oder anderen interessanten Gespräch. Sehr inspirierend obwohl von Malerei oder Zeichnerei recht wenig zu sehen war.
    Lieben Gruß Bine

    • Wenn ich ehrlich bin, die Malerei war wie in letzter Zeit des öfteren: wenig bewegend und schon so oft gesehen. Ich fühlte mich nicht bewegt. Die Zeichnungen dagegen waren spannend und inspirierend, lebendig, neugierig machend.

  4. Da hast du nicht ganz unrecht. Mag aber auch an der Übersättigung liegen. Manchmal scheint es mir als wenn jeder der einen Pinsel in der Hand halten kann sich Maler nennt und irgendwo auststellt. Zwangsläufig wird man dann mit vielen Machwerken konfrontiert. Ob man will oder nicht.
    Dir einen schönene Wochenanfang Bine

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