über das Reisen

IMG_8411Juergen und ich haben uns gedanklichen Bälle zum Thema „Reisen“ zugespielt. Wann? Gestern im Atelier „Zelle k5“. Also:

Banal und simpel: man komme nie so zurück, wie man abgefahren sei.

Auch klar: in der Fremde wird man auf sich selbst zurückgeworfen.

Und fast schon trivial: wer reist, hat etwas zu erzählen.

Dann eine Binsenweisheit: reisen verändert.

Oder: durchs das Reisen verändert sich der Blickwinkel.

Und natürlich der Klassiker: reisen bildet.

Und nicht zu vergessen: das Reisen und der Aspekt der Sicherheit gehören eng zusammen.

Buchalov

 

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5 Gedanken zu „über das Reisen

  1. Warum gehören Reisen und Sicherheit zusammen? Das ist mir nicht ganz klar. Zu allem anderen kann ich nur zustimmen.
    Bildet reisen auch, wenn man drei Wochen am Swimmingpool liegt?

    • Hallo Susanne!
      Reisen bedeutet für mich das gewollte Aufsuchen fremder Räume bzw. Gegebenheiten und Kontakt mit unbekannten Menschen. Das Unbekannte ist mir dabei fremd, muss dabei ausgehalten werden und dieser Vorgang ist meiner Meinung nach abhängig von meinem subjektiven Sicherheitsgefühl und den Faktoren vor Ort, die mich mehr oder weniger sicher machen. Da ich zudem die Bedingungen des neuen Raumes nur bedingt kenne, kann auch hierdurch ein Gefühl der Unsicherheit entstehen, das dann im Laufe der Zeit, wenn ich mit dem Fremden vertraut werde, schwinden wird. Ziel ist es ja sich dem Fremden gegenüber zu öffnen.
      Klingt alles irgendwie sehr theoretisch wie ich das beschreibe. Praktisch hat es bei mir immer bedeutet, dass ich mir genau überlegt habe, wo ich mit dem Wohnmobil stehe, welche Stellen ich vermeide, mit welchen Personen ich den Kontakt vermeide, mit welchen ich ihn suche und eben Dinge tue, die mir subjektiv das Gefühl von Sicherheit geben. Orte oder Personen, an denen, bei denen ich mich nicht sicher gefühlt habe, meide ich und suche nach Alternativen.
      LG Juergen

      • Liebe Jürgen,
        über ein Sicherheitsgefühl mache ich mir auf Reisen selten Gedanken. Selbst nach unserem Erlebnis in Köln nicht. Das hat mir um so mehr gezeigt, dass die Heimat gefährlicher sein kann als das jeweilige Reiseland.
        Bei mir überwiegt die Neugierde immer die Angst. Ich glaube, euch wäre das Grauen gekommen, wenn ihr gesehen hätte, wo Micha und ich in Rom gewohnt haben. In einer Wohnung, die der asiatische Besitzer in 3 Zimmereinheiten unterteilt hat. Ohne Frühstück natürlich und nur ein Zimmer hatte ein Bad – das unsere. Wir hatten drei Schlüssel, um in die Wohnung zu gelangen. Um diese zu bekommen, haben wir eine Handynummer angerufen. Aber ich mag gerade diese Art von Unterkünften. In Lissabon wird es nicht anders sein.
        Aber Micha und ich sind in Berlin, Wedding groß geworden. Wir sind schon hart sozialisiert worden in unserer Jugend und was für uns eine nette Feier auf der Straße ist, ist für euch vielleicht schon eine Demonstration 😉 🙂
        Liebe Grüße von Susanne

    • Wenn man im Rahmen seiner Reiseaktivitäten drei Wochen am Pool liegt, bedeutet dies noch gar nichts. Es kommt eben drauf an: liegt man nur faul rum, döst, und schaltet ab, oder denkt man nach, skizziert, betreibt Körperstudien, redet mit der Frau Nachbarin oder dem Nachbarn, betätigt sich Körperlich, nimmt an der Aquagymnastik teil und und und. Ist halt auf die Dauer gesehen wahrscheinlich sehr eintönig.
      LG

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