der Nullraum: den Kern freischaufeln

Juergen hat da was gefunden, in „Cambras Blog“, einen Post über den Nullraum: >>>. Das hat ihn sehr erstaunt, denn wer beschäftigt sich schon mit solch einem Thema. Und es hat ihn sehr gefreut. Er konnte sich aber nicht dazu durchringen, den Artikel zu rebloggen. Zu literarisch, meinte er.

Ich habe ihn aufgefordert, den Text zu überarbeiten, den inhaltlichen Kern aus dem Originaltext freizuschaufeln. Das fand er eine gute Idee. Das Ergebnis, hinter dem er jetzt voll und ganz steht, hat er mir dann übergeben. Hier ist es:

„Null ist der geheime Raum des Nichts und Alles. Es ist der „empty space“, aus dem sich alles gebiert. Dieser offene Raum ist wertfrei, es ist der Raum der Möglichkeiten, der Spielraum.

Manche Gegenstände bringen uns in den Nullraum. Dort ist alles auf Null gestellt. Es ist der Erneuerraum. Er ist ungetrübt, ein Freiraum, der das gesamte Potenzial in sich birgt.  Es ist der Raum hinter den Begrenzungen. Wenn ich den Nullraum betreten möchte, bleibt mir nichts anderes übrig, als Grenzerkunderin meines Geistes zu werden. Denn das erst ermöglicht mir den Schritt hinter Sicherheiten und Kontrolle.
Das, was wir wiederholt tun, das werden wir.
Die nicht in Frage gestellte Normalität darf berührt werden, abgeklopft. Das Gewöhnliche wird unterbrochen. Gewohnheiten dürfen sich ändern. Forschend können wir Neuland betreten im Raum der Null, im Leerraum. Dort ist alles möglich, Anfang und Ende tanzen miteinander. Aus dem Nullraum entsteht Leben.
Es ist der Chaosraum in den Schöpfungsmythen, der Raum des Spinnens.“
Und ich solle bloß nicht vergessen Cambra Skade für die Vorlage und „die Kerngedanken“ zu danken. Was ich hiermit tue!
Buchalov
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9 Gedanken zu „der Nullraum: den Kern freischaufeln

  1. Interessant! Ich habe auch den ursprünglichen Text gelesen, der gefiel mir ebenfalls. Und der Name: Cambra Skadé – besonders schön. Nullraum ist ein gutes Wort, weil es nicht so endgültig klingt wie Nullpunkt. Bei Nullraum denke ich eher an Tristan Tzaras Kopf: rund, damit die Gedanken ihre Richtung ändern können.
    Danke für’s Mitteilen. Eine inspirierende Lektüre.
    Ich wünsche Dir ein schönes sonniges Wochenende. Meinolf

    • Lieber Meinolf, es freut mich, dass Du den Weg auf meinen Blog gefunden hast.
      Ja, das finde ich auch: die Idee des Nullraumes läßt einiges an kreativen „Spielereien“ zu.
      Bis bald, Gruss Juergen

  2. Ich finde so Vernetzungen und sich gegenseitiges Inspirieren und Inspirieren lassen immer wieder neu sehr … äh, nun ja … inspirierend. Cambras Blog ist eine Welt, die ich gerne immer wieder besuche. Deine auch. Und nun gibt es da auch eine Brücke. Die Null sozusagen.

    • Liebe Sofasophia!
      Es sind ja nicht nur die Vernetzungen, wie Du zu recht feststellst. Es sind auch die inhaltlichen und gedanklichen Impulse, die ich immer wieder gerne wirken lasse.
      Und „die Null als Brücke“: das hat auch was.
      Es freut mich, dass mein Blog Dein Interesse findet.
      Liebe Grüße, bis bald Juergen

  3. Ich habe den Text jetzt noch mal gelesen und bin fasziniert von der Ähnlichkeit mit der „Position Null“ im Tetralemma, das ich oft in Beratungssitzungen verwende. Das ist eine Variante des Dilemmas: A oder B? dazu gibt es die beiden Positionen: sowohl A als auch B (AB, Kompromiss oder auch verteilt auf der Zeitachse) und weder A noch B (Position Null). In der Übung schreitet man alle vier Positionen ab.
    Position Null ließe sich so beschreiben: Sie eröffnet einen Freiraum, in dem das gesamte Potenzial des „Selbst“ vorhanden ist. Es ist der Raum hinter den Begrenzungen des „Ich“ (des biographisch festgelegten So-Seins). Wenn man die Nullposition durchschreitet, begibt man sich auf eine höhere Windung der Entwicklungsspirale, von der aus das zuvor erdrückende Dilemma als Schein-Dilemma (A oder B?) erkennbar wird.
    Fügt das deiner Suche einen Aspekt hinzu? LG und gute Begegnungen! Gerda

    • Und ob und ob, liebe Gerda. Bei der Beschäftigung mit dem „Nullraum“ war mein Denken bisher sehr allgemein auf Räume, Körper und das Nichts ausgerichtet. Gerade weil Du mit Deinem Hinweis auf den Menschen zielst, das Selbst, eröffnen sich mir neue gedankliche Wege: der Nullraum in uns als Möglichkeit der Freiheit, der Veränderung, die Aufhebung von innerlichen Begrenzungen, die ihren Niederschlag nach Außen finden und und und. Allerdings: dafür Bilder zu finden wird sicherlich nicht einfach.
      Vielen Dank für Deinen Hinweis. Er wird, da bin ich ganz sicher, seinen Niederschlag finden. Bis bald, Liebe Grüße Juergen

  4. Pingback: Nullraum und Nullwerkzeuge | BUCHALOVS BLOG ••••••••

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