das Wort „gemeinsam“

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Boris, der Maler, führte gegenüber Juergen und mir massive Beschwerde darüber, dass sowohl in Krakau, wo er gerade herkam, als auch in Berlin, wo er eine Zwischenstation eingelegt hatte, bei den Malerfreunden das Wort „gemeinsam“ komplett aus dem Sprachgebrauch gestrichen worden sei. Jeder strampele nur noch für sich vor sich hin und versuche über die Runden zu kommen. Ich, ich, ich!

Dieses verdammte Geld, diese verdammte Konkurrenz, so seine Ansicht, mache alles kaputt.

Buchalov

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5 Gedanken zu „das Wort „gemeinsam“

  1. Dieses Thema habe ich jetzt während meiner einwöchigen Auszeit mehrmals mit anderen besprochen, es scheint in der Luft zu liegen. Die gute Nachricht: es sind eben nicht alle so, es gibt sie noch die gemeinsamen Projekte, wie ja z.B. auch bei dir und Susanne. Ich stelle im nächsten Jahr während der KLP im Wendland mit 2 anderen Frauen aus, jede auf ihre Art den Frauen und dem Frausein verbunden, na und es gibt bestimmt noch einige andere Beispiele. Das eine ist die Masse, das andere die Ausnahmen. Bleiben wir eben die Ausnahmen, so unjemütlich is dette ja nu och nich 😉
    herzliche Grüsse
    Ulli

    • Da hast Du wohl recht, liebe Ulli. Dennoch bleibt die Frage, aus welchen Gründen die auch von Dir benannte Gemeinsamkeit die Ausnahme bleibt. Vielleicht gibt es auch mehr Gemeinsames als wir ahnen. Liebe Grüße Juergen

      • Ich glaube und teilweise weiss ich es auch, dass es mehr gibt, als wir wissen, immer wieder lese oder höre ich on gemeinsamen Projekten, Gründungen von Genossenschaften, Gründungen von Dorfläden (=Selbstvermarktung) und vielem anderen mehr. Dass es noch immer die Ausnahmen sind hat natürlich viel von dem beschriebenen Ich-ich-ich zu tun, was ja in vielen Feldern wirkt und ich letztens auch versuchte in meinem Artikel: Meine Arbeit, benannte, was ich beobachte, wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin und und und- dieses widerum ist einerseits der gesellschaftliche Druck und die Angst unterzugehen, so denke ich es jetzt …
        liebe Grüsse
        Ulli

  2. es kommt drauf an, was als Gemeinsames gemeint ist. Gemeinsames Ausstellen ist hier immer noch die Regel, anders geht es gar nicht. Einzelausstellungen sind sehr schwer zu bekommen, man braucht dafür Beziehungen und Geld. Gemeinsames Schaffen – sich gegenseitig anregen, Hinweise geben, Meinungen austauschen oder sogar manchmal an einem Thema gemeinsam arbeiten – das ist es, was mir vorschweben würde. Das gibt es bei jungen Künstlern nicht selten, sonst eher in workshops.

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