„Hier ist aber ordentlich aufgeräumt!“

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„Hermann, der Vernetzer“ hatte Besuch, eine junge Dame. Na ja, ihr Alter war schwer zu schätzen.

Sie kam auch in Juergens Atelier, er hatte sie zu einem Kaffee eingeladen, und im Türrahmen stehend sagte sie, dass es hier ja verdammt ordentlich sei. Ich bemerkte, wie Juergen irritiert schaute.  Ich glaube, seine Eigenwahrnehmnung von seinem Atelierraum ist eine andere. „Was meint schon ordentlich?“, entgegnete er.

Dann habe ich mich auch mal umgeschaut, das habe ich schon lange nicht mehr getan,  und festgestellt, das Juergen Depots und Materialhaufen  im Raum verteilt hat: Bilder, Fundstücke, Skizzen, Blätter, Fotos, Kopien und so was halt. Man kann das Ordnung nennen. Man kann das auch Suche nennen. Oder gedankliche Stolperfallen. Oder die Suche nach Sicherheiten. Oder Verbindungen. Na ja!

Buchalov

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9 Gedanken zu „„Hier ist aber ordentlich aufgeräumt!“

    • Geordnetes Chaos klingt gut. Aber auch widersprüchlich.
      Aber eins hast du richtig erkannt: ich bin momentan tatsächlich dabei, meine Gedanken zu sortieren.
      Liebe Grüße, schönes Wochenende, Jürgen

      • Nein, nein. Aber Schnürre finde ich wirklich gut, denn sie lassen sich so vielfältig einsetzen. Und sie erinnern mich ständig an frei verfügbare und frei bewegliche Linien.
        Das Einbinden und Einschnürren hat eigentlich nur eine geringe Bedeutung.

        Und Ich erinnere mich, dass bei deiner letzten im Entstehen befindlichen Arbeit fuer dennOktober ja auch Schnüre an den freien Stellen auf der Leinwand eingesetzt wurden.
        Liebe Grüße
        Juergen

      • Ja, Jürgen, die Stellen waren nicht mal frei, ich habe zum Teil die Zeichnung wieder verschwinden lassen. Was nicht zu sehen ist – die Leinwand ist ja von beiden Seiten grundiert und bezeichnet. 🙂 Ich möchte durch die entstandenen Einschnürungen Durchblicke schaffen.
        Ja, es stimmt, Schnüre sind Linien 🙂
        Liebe Grüße sendet dir Susanne

  1. Ich freu mich, einen Blick in deinen Arbeitsraum werfen zu dürfen, wenngleich nur von Ferne, ohne die entsprechende Atmosphäre. Keine Ahnung, wie ich, in der Tür stehend, den Raum empfinden würde.

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