„we are stardust, we are golden“

IMG_8830.jpg

„Woodstock“, ich weiß gar nicht wie oft und in wievielten verschiedenen Versionen ich dieses Lied in den letzten Tagen bei Juergen gehört habe. Immer und immer  wieder. Da ist was im Gange.

Die Textzeile gefällt ihm. Das ist mal klar. Und das Lied wohl auch.

Und es knüpft an die Zeit an, als er zwanzig war. Auch das ist klar.

Und er versucht wohl rauszukriegen, was das geblieben ist von damals. Nostalgie, vielleicht. Aber vielleicht eher die Frage nach dem großen Bogen im Leben. Bin ich noch bei mir? Wo sind die Brüche? Bin ich mir treu geblieben? So etwas in dieser Art vielleicht.

Gedanken eines „alten Mannes“ halt, habe ich so bei mir gedacht. Aber ein verdammt guter Song. Und vielleicht inspiriert der Sternenstaub ja zu ein paar Zeichnungen.

Buchalov

in „Zelle k5“, heute

HipstamaticPhoto-519111769.232308

lüften: war wohl nötig nach den vielen Wochen der Abstinenz.

aufräumen: erstaunlich, was man alles hortet und irgendwo hinlegt.

Platz schaffen: das heißt entsorgen.

Staub saugen: vom Boden konnte man wahrlich nicht essen.

sichten: was liegt eigentlich wo, und womit bin ich beschäftigt gewesen, bevor ich wegfuhr.

einsortieren: da liegt noch so viel auf dieser einen Stelle, die die Vorstufe zum Einsortieren markiert.

zeichnen: in meinem Skizzenbuch zur Buchalovs Tour. Und wo sind meine Tuschen und Federn geblieben?

hören: die Geräusche des Raumes  sind da und ungewohnt und klingen bei offenen Fenstern noch fremd.

Holz schneiden: eine Druckstock soll her, als weitere Teil der Untersuchung zum Block 9 von „zweifertig“.

schmirgeln: die kleinen Objekte haben so lange auf dem Tisch gewartet und jetzt sind sie dran – mehr als glatt sollen sie werden.

drucken: Latos Köpfe und „das Projekt ohne Namen“ warten schon.

verorten: ich muss wieder eins werden mit den Räumen, dann wird es was.

herumschlendern: gehen, gehen, schauen, schauen, die anderen besuchen, im Gehen einfach die Gedanken schweifen lassen und den Raum mit allem, was mich da so anspringt, begreifen.

sitzen: am Fenster und in den Hof schauen.

Kaffee trinken: was sonst.

(Juergen, heute, nach ein paar Stunden im  >>> Atelier „Zelle k5“ <<<,  mal ohne Buchalov)

 

 

Rhizom

IMG_8904

Sie hat zugesagt. Das scheint Juergen sehr wichtig zu sein. Schon vor einigen Tagen hat er nämlich Barabara Schmitz Becker gefragt, ob sie nicht Intersse habe, mit ihm in eine „Rhizomwoche“ einzusteigen. Jetzt hat sie zugesagt, denn die Idee von Juergen scheint gezündet zu haben.

Ich habe ihn gefragt, was denn eine „Rhizomwoche“ sei? Juergen hat wie immer rumgedruckst, und ich glaube, er weiß das gar nicht so genau – im Detail jedenfalls. Er erzählt mir allerdings immer von dem Rhizom als Methode der künstlerischen Erarbeitung von Themen, dem Rhizom als Präsentationsform und dem Rhizom als künstlerisches Thema. Auch auf der „Buchalovs Freunde Tour“ ist ihm das Prinzip wohl öfter über den Weg gelaufen.

Und jetzt will er sich mit Barbara ein paar Tage auf den Weg machen. Barbaras Anknüpfungspunkt ist ihr „EdenZwo Labor“, in dem sie sich mit biologischen Prozessen, einer grundlegenden biologischen Samenbank und eben auch Rhizomen beschäftigt.

Ich glaube, da haben sich zwei gefunden.

Buchalov

wenn der Faden reißt

Jürgen musste seine „Buchalovs Freunde Tour 2017“, zumindest den ersten Teil, abrechen. Und nun sitzt er zuhause und, tja was eigentlich?

Der Faden ist erst einmal gerissen, denn ich habe ihn auf der Fahrt so erlebt, dass die Dinge aus dem Rhythmus der Tour heraus einfach so flossen. Das tägliche Zeichnen, das Schreiben, das Fotografieren, die Gespräche mit den Menschen, die ihm über den Weg liefen, alles das war so wunderbar im Fluss. Und er hatte auch die Ruhe, die Dinge kommen zu lassen. Denn sie kamen zu ihm, ohne dass er gross initiativ sein musste.

Und jetzt: Pustekuchen.


Juergen versucht wieder in den Rhythmus zu kommen, indem in sein extra für die Fahrt angelegtes Skizzenbuch weiterhin morgens beim Frühstück Zeichnungen einfügt, die irgendwie mit der Fahrt zu tun hatten. Ich unterstütze ihn dabei.


Buchalov

etwas entdeckt

BUCHALOVS FREUNDE °°°°°°°


Weener, der kleine Ort an der Ems, war ausgelutscht. Künstlerisch. Auch, was die eigenen Zeichnungen anbelangte, die ich dort erstellt hatte.

Also bin ich erst einmal nach Bremerhaven gefahren – ohne Plan. Und ohne Plan wird dann irgendwann irgendetwas. In diesem Falle die „Kunsthalle“ Bremerhaven. Mein Leuchtturm Beuys war da, ebenso Luc Tuymanns, Blinky Palermo, Gregor Schneider, Stephan Balkenhol, Laurence Weiner. Und einige mehr. Alles klein, aber fein. Wirklich fein!

Aber dann habe ich Tatjana Doll gesehen. In der aktuellen Ausstellung der Kunsthalle. Endlich mal wieder eine Malerei, die mich traf. Mittig. Direkt. Spannend. Schräg. Gegen den Strich. Das inspirierte und bewegte.

Und beim Rausgehen sah ich dann noch dieses Buch von ihr, ihren „Neuen Weltatlas“. Den möchte ich noch haben. In der Kunsthalle bin ich noch über den Preis gestolpert und habe ihn nicht gekauft. Aber wir werden sehen.

Ursprünglichen Post anzeigen

am Wochenende

BUCHALOVS FREUNDE °°°°°°°

Ich bin immer wieder erstaunt wie lange ich es dann doch an einem Ort aushalte – obwohl ich ja jederzeit fahren könnte. Ich bin ja schließlich mobil. Ist es die Magie der Orte? Sind es die Menschen? Bin ich ein Schnellwurzler?

Pfingsten ist vorbei und das gab es auf der „Buchalovs Freunde Tour“ über diese Tage …

Die Friesenbruecke: 2015 wurde diese Eisenbahnklappbruecke über die Ems, einspurig und technisch etwas Besonderes, da hochklappbar und historisch, von einem Frachter gerammt und aus war es mit dieser kurzen Verbindung über die Ems. Jetzt ist es ein ramponiertes Industriedenkmal.

Die Probe an der Orgel: „ich möchte als Französin so spielen, dass die Deutschen hören, dass ich eine Französin bin.“ Das waren die Worte, die ich hörte als ich die Kirche bei einem Rundgang durch den Ort betrat. Und danach kam die Probenarbeit als Orgelmusik. Ich bin lange geblieben.


Die Krähenklatsche: Rund um die…

Ursprünglichen Post anzeigen 210 weitere Wörter