Echokammern

Erst vor ein paar Tagen ist Juergen aufgegangen, dass seine gezeichneten „Echokammern“, in denen sich der Wind fängt, in Beziehung stehen zu den “ Horchgeräten“, die er letztes Jahr gezeichnet hat. Beide Themenbereiche gehören zum Projekt „aus Latos Werkstatt“.

Lato ist ein Lauscher.

Hier der Link: https://issuu.com/juergenkuester/docs/lato__das_buch1

„Und so passt wieder alles“, habe ich gesagt.

Buchalov

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scheinbar aussortierte Papierbögen

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Die Lebendigkeit von Fragmenten ist es, die diese Bögen entwickeln.

Der Zufall in ihnen ist es, der diese Bögen so spannend macht.

Das Heraussuchen und Auswählen aus dem Bauch heraus ist es, was diese Bögen so interessant macht.

Dass aus Unfertigem Fertiges wird, macht diese Bögen so wertvoll.

Dass alles, auch die Reste, einen Wert hat, wird durch diese Bögen mehr als deutlich.

Es geht um die bedruckten Blätter, die Juergen im Arbeisprozess aussortiert hat, beiseite legte, ein großer Stapel, und die er später anderweitig verwendet. Sie sind fester Bestandteil des Prinzips „Zufall“ und „Experiment“.

Buchalov

„Rhizomwoche“ mit Barbara

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Die „Rhizomwoche“ naht. Juergen wird sich mit Barbara Schmitz – Becker Ende August nach seiner „Buchalovs Freunde Tour“ treffen und sie werden gemeinsam eine Woche zu diesem Thema in „Busch8“ arbeiten. Hier der Link: >>> [ … ] <<<

Einen Plan haben sie nicht, aber Absichten. Sie wollen versuchen dem Begriff, den Verfahren, den Spuren oder den Inspirationen zu folgen, die im Zusammenhang mit dem Begriff „Rhizom“ im Raum stehen. Juergen meinte, dass es ein Einkreisen mit Irrungen und Wirkungen sein könnte. Es sei auf jeden Fall die gemeinsame Suche nach Erkenntnis.

Buchalov

 

fremdeln

„Im eigenen Atelier fremdeln“ – so geht es Juergen immer, wenn er nach längerer Fahrt wieder an seine „Arbeitsstelle“ kommt. Nach Tagen hat sich das dann aber gelegt.

Juergen meinte zu mir, dass das Fremdeln aber durchaus auch seine Vorzüge habe – man sei auf Distanz zu sich und den Umständen im Atelier. Man müsse neu verknüpfen, was schon Gewohnheit geworden sei. Und Gewohnheit könne ja bekanntlich einiges ersticken. Und dann werde es bei dem Versuch, sich neu zu verknüpfen, eben anders. In Nuancen nur, aber anders. Das sei gut!

Buchalov

P.S Illustriert habe ich diesen Beitrag mit zwei schnellen Zeichnungen zur „Null“, einem gemeinsamen Projekt mit Susanne Haun im letzten Jahr, die ich gestern  auf meiner Festplatte eher zufällig gefunden habe und die vielleicht thematisch nicht so gut passen – aber was soll’s.

Tja, die Liebe!

„Latos Köpfe“ stehen an. Juergen schneidet gerade die letzten Druckstöcke. Und summt sich dabei in eine gewisse Arbeitsdisziplin. Manchmal flötet er auch, so ähnlich wie Ilse Werner – aber wer kennt diese Schauspielerin überhaupt noch. Musik  benötigt man nämlich beim Schneiden. Behauptet er.

Und er denkt nach. Über die Liebe zum Beispiel. Ein dickes Thema! Denn das war gestern Gesprächsgegenstand zwischen ihm und „Herman, dem Vernetzer“, als sie nach langer Zeit bei einer Tasse Kaffee in „Zelle k5“ beisammen saßen und sich gegenseitig erzählten, was sie so in letzter Zeit erlebt haben und was ihnen momentan wichtig ist.  Und sie beredeten auch wie das Machen von Kunst helfen kann bei der Bewältigung von „Liebesschmerz“ – in welcher Form auch immer.

Buchalov

in „Zelle k5“, heute

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lüften: war wohl nötig nach den vielen Wochen der Abstinenz.

aufräumen: erstaunlich, was man alles hortet und irgendwo hinlegt.

Platz schaffen: das heißt entsorgen.

Staub saugen: vom Boden konnte man wahrlich nicht essen.

sichten: was liegt eigentlich wo, und womit bin ich beschäftigt gewesen, bevor ich wegfuhr.

einsortieren: da liegt noch so viel auf dieser einen Stelle, die die Vorstufe zum Einsortieren markiert.

zeichnen: in meinem Skizzenbuch zur Buchalovs Tour. Und wo sind meine Tuschen und Federn geblieben?

hören: die Geräusche des Raumes  sind da und ungewohnt und klingen bei offenen Fenstern noch fremd.

Holz schneiden: eine Druckstock soll her, als weitere Teil der Untersuchung zum Block 9 von „zweifertig“.

schmirgeln: die kleinen Objekte haben so lange auf dem Tisch gewartet und jetzt sind sie dran – mehr als glatt sollen sie werden.

drucken: Latos Köpfe und „das Projekt ohne Namen“ warten schon.

verorten: ich muss wieder eins werden mit den Räumen, dann wird es was.

herumschlendern: gehen, gehen, schauen, schauen, die anderen besuchen, im Gehen einfach die Gedanken schweifen lassen und den Raum mit allem, was mich da so anspringt, begreifen.

sitzen: am Fenster und in den Hof schauen.

Kaffee trinken: was sonst.

(Juergen, heute, nach ein paar Stunden im  >>> Atelier „Zelle k5“ <<<,  mal ohne Buchalov)