Projekt ohne Namen: „Worte sind immer …“

Susanne schrieb: „Worte sind immer …“

Und Juergen antwortete: „… gut oder böse.“

Er hat sich für diese kurze Version entschieden, spontan, aus dem Bauch heraus, weil er kurz vorher ein Gespräch mit einer befreundeten Künstlerin hatte und den Beiden dabei das Thema „gut und böse“ über den Weg gelaufen war.

In seinem Notizbuch hatte er schon vor Wochen dagegen etwas anderes notiert: Worte sind immer und wenn sie enden, und sie werden enden, dann füllen sie den Raum und bleiben als ewiges Licht.  Und: Worte sind immer und nie und einfach und doppelt, sagte Herkules zu Lato. Diese Lösungen hat er nun verworfen – sie seien zu umständlich, zu pathetisch, wie er fand. Obwohl sie ihm nahe seien, denn er habe sie im Halbschlaf geträumt – so behauptet er jedenfalls überzeugend.

Susanne und Juergen befinden sich schon seit geraumer Zeit im literarischen und zeichnerischen Dialog. Sie schicken sich gegenseitig halbfertige Sätze zu, die der andere vervollständigen soll. Auch zeichnerisch.

Und Juergen schickt Susanne nun folgenden Satz:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“

Buchalov

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„Rhizomwoche“ mit Barbara

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Die „Rhizomwoche“ naht. Juergen wird sich mit Barbara Schmitz – Becker Ende August nach seiner „Buchalovs Freunde Tour“ treffen und sie werden gemeinsam eine Woche zu diesem Thema in „Busch8“ arbeiten. Hier der Link: >>> [ … ] <<<

Einen Plan haben sie nicht, aber Absichten. Sie wollen versuchen dem Begriff, den Verfahren, den Spuren oder den Inspirationen zu folgen, die im Zusammenhang mit dem Begriff „Rhizom“ im Raum stehen. Juergen meinte, dass es ein Einkreisen mit Irrungen und Wirkungen sein könnte. Es sei auf jeden Fall die gemeinsame Suche nach Erkenntnis.

Buchalov

 

der Kampf um Susanne

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Mann, oh Mann, was für ein Kampf. Mehrere Tage hat es gedauert bis eine übermalte Version von Susannes Selbstportrait vorlag, eine solche, die Juergen leidlich zufrieden an Heike weitergeben konnte – in der Hoffnung, dass sie es jetzt richten wird.

Das fing schon damit an, dass Juergen große Probleme mit den Knicklinien auf dem Papier hatte und sie nicht akzeptieren konnte. Und es endete bei der Frage, wieviel er denn nun mit weisser Acrylfarbe übermalen könne, ohne den Kern des Bildes zu zerstören.

Hier ein paar der Zwischenschritte, z.T. auf einem digitalen Zeichenbrett erstellt.:

Und das Endergebnis sieht halt so aus, eine weitere Prinzessin:

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Tja, Heike, jetzt sei es Dein Part. Meinte Juergen.

Buchalov

 

selbst und nicht selbst

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Ein Selbstporträt ist ein Portrait, von sich selbst, klar. Und doch ist man dies nicht selbst, den man da abbildet, sondern man ist ein künstlerisches Objekt wie viele andere, die man im Laufe der Zeit bearbeitet hat. Man tritt in Distanz zu sich selbst. Man ist sein eigenes Objekt und Subjekt zugleich. Spannend! Mehr als spannend!

So Juergen heute morgen zu mir in „Zelle k5“ als wir frühstückten. Bisweilen tun wir dies.

Hier die unfertigen Bilder, die Juergen momentan in diesem Zusammenhang erstellt hat, und die ihren Weg zur weiteren Übermalung zu Susanne Haun und Heike Schnittker finden sollen. Sie alle drei arbeiten nämlich gemeinsam am Projekt „die Prinzessinnen und der Prinz“.

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ein Plan, eine Methode

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Juergen ist da so hineingeschlittert. Und merkt nun, dass es ihm einiges abverlangt.

Wovon ich rede?
Susanne Haun und Heike Schnittker haben als er noch in Süddeutschland unterwegs war ein zeichnerisches oder malerisches Projekt angestoßen, bei dem es darum geht, erstellte Selbstportraits durch den anderen übermalen zu lassen. Und sie haben Juergen einbezogen. Das freut ihn sehr, es sei ein Zeichen von Wertschätzung sagte er, und er mache da gerne mit. Ich soll danke sagen.

Ich kenne Juergen ja ganz gut, und ich habe mir schon gedacht, dass er sich der großen Anforderung, davon hat er nämlich geredet, stellen wird, indem er sich einen Plan macht. Oder eine Methode festlegt. Um das Ganze zu meistern. Hat er auch getan.

Juergen hat nun einen Rapport begonnen, neben der Arbeit an den Bildern, in dem er alles das, was ihn zu dem Vorhaben bewegt, niederschreibt. Er kreist also das Ganze gedanklich und literarisch ein. Er versucht sich Halt zu geben. Und hat parallel dazu mit der praktischen Arbeit begonnen.

Im Atelier ist er daher auch schon gewesen und hat die Selbstportraits gemalt, die er an Heike und Susanne weitersenden soll, damit diese sie übermalen.

Dem Projekt fehle auch noch ein Arbeitstitel, meinte er zu mir. Bei Juergen müssen die Dinge nämlich immer einen Namen haben. Den „klebt“ er dann auf die Projekt – Schublade.

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Untersuchung eines Malstückes

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Das „Prinzip Rhizom“ als Methode: Juergen hat eine kleine bemalte Wellpappe, ein Malstück wie er sagt, als Ausgangspunkt weiterer kreativer Aktivitäten genommen. Das Malstück ist sein Keimling. Ein unscheinbares Teil mit Farben, die Juergen so nicht zusagen. Es sind die Farben von Jöer Möller, und er hat Juergen dieses Malstück mit bedeutungsschweren Worten ans Herz gelegt und übergeben – als Teil des gemeinsamen Projektes „zweifertig“. Jeder gibt dem anderen einen Teil eines Kunstwerkes mit der Bitte, es nun fertigzustellen. Sie sind jetzt im Laufe der Zeit beim „Block neun“ angelangt.

Juergen hat dieses Malstück nun untersucht: fotografisch, zeichnerisch, malerisch und drucktechnisch. Das entspricht seiner momentanen Vorgehnsweise. Und dabei kommt er, so meint er jedenfalls, den Dingen auf die Spur und erfährt wie sie zu ihm stehen.

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Rhizom

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Sie hat zugesagt. Das scheint Juergen sehr wichtig zu sein. Schon vor einigen Tagen hat er nämlich Barabara Schmitz Becker gefragt, ob sie nicht Intersse habe, mit ihm in eine „Rhizomwoche“ einzusteigen. Jetzt hat sie zugesagt, denn die Idee von Juergen scheint gezündet zu haben.

Ich habe ihn gefragt, was denn eine „Rhizomwoche“ sei? Juergen hat wie immer rumgedruckst, und ich glaube, er weiß das gar nicht so genau – im Detail jedenfalls. Er erzählt mir allerdings immer von dem Rhizom als Methode der künstlerischen Erarbeitung von Themen, dem Rhizom als Präsentationsform und dem Rhizom als künstlerisches Thema. Auch auf der „Buchalovs Freunde Tour“ ist ihm das Prinzip wohl öfter über den Weg gelaufen.

Und jetzt will er sich mit Barbara ein paar Tage auf den Weg machen. Barbaras Anknüpfungspunkt ist ihr „EdenZwo Labor“, in dem sie sich mit biologischen Prozessen, einer grundlegenden biologischen Samenbank und eben auch Rhizomen beschäftigt.

Ich glaube, da haben sich zwei gefunden.

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