Warum?

Warum ist fuer Juergen dieses jährliche Fahren nach Oliva in Spanien eigentlich mehr als das normale Unterwegssein.

Auf meine Frage meinte er, „Hm, hm, hm!“

Dann kam ziemlich schnell der Hinweis auf dieses reduzierte Leben hier vor Ort, die Einfachheit, die Naturbezogenheit. Die Welt werde sehr klein.

Und dass es eben ein Leben am Meer sei, hinter den Dünen, vor dem großen Strand, ohne Betonsilos. Und spanisch halt, das liebe er!

Und er bekäme hier immer den Kopf frei. Viel stehe ja an Material und Utensilien fürs Arbeiten nicht zur Verfuegung, was nicht allzu schlimm sei. Er richte sich halt ein. Es entstehe schon einiges Künstlerische und das genüge.

Das mit dem Internet sei allerdings mühsam. Und die räumliche Welt werde klein. Mobilität gehe nur zu Fuß und mit dem Fahrrad. Das alles lüfte aber den Kopf durch.

Und der Spanischkurs tue ihm auch gut.

So sei das eben!

Buchalov

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unterwegs: Szenarium 5

Neumagen-Dhron/Mosel:

Buchalov

 

ein wenig Rückblick 

Juergen und ich stehen momentan mit unserem Wohnmobil im Altmühltal und fahren am Fluss entlang und kreuz und quer mit dem Rad durch die Gegend. Wunderschön ist es hier. Frankenland! Und wir halten ein wenig Rueckblick. 

Der Königssee war die letzte Station unserer Fahrt auf der „Deutschen Alpenstrasse“. Keine Frage, ohne den Tourismus  als Wirtschaftsfaktor geht hier nichts. Er ist nur möglich, weil die Landschaft so einmalig und so schön ist. Und wie schrecklich einen dieser Tourismus anspringen kann, erfährt man in Schönau auf dem Weg zum Bootsanleger des Königssees. Juergen hatte eine spezielle Meinung dazu, die er in diesem Foto wiedergegen hat.


Juergen meinte zu mir, dass er vorsichtig sei mit einer generellen „Verteufelung“ des Tourismus. Schließlich sei er ja selbst einer von ihnen,  wenn er die Fremde von Gibraltar bis Trondheim bereise. Das Problem sei halt die Zerstörung und Gefährdung der räumlichen, örtlichen Stimmung und Ästhetik vor Ort durch die Masse an Menschen und die gestalterischen Wildwüchse der Kommerzialisierung. Vielleicht wäre sanfter Tourismus ein Kompromiss.

Der Königssee selbst überwältigt einen wegen seiner Schönheit, keine Frage – trotz der vielen Menschen. 

Und 

Juergen hat auf der Tour einiges zur bayrischen Landschaft zeichnerisch festgehalten und vervollständigt  die Zeichnungen momentan hier in Treuchtlingen. Er nennt sie „Szenarien“ ( dahinter steckt die Annahme, dass die Landschaft und ihre Darstellung eine Bühne sei, mit Handlungsanweisungen und Abläufen fuer uns, die Agierenden) und wird sie in den nächsten Tagen nach und nach zeigen.

Buchalov

wieder unterwegs

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Wir sind wieder unterwegs. Auf der „Deutschen Alpenstrasse“.

Diesmal hat Juergen ein paar Blätter dabei, einen Skizzenblock, seine kleine Kiste mit den Tuscheutensilien und den Kasten mit der Wassermalfaben. Und die Kamera – fertig!

Ich habe ihn gefragt, was er denn zeichne und fotografiere, wenn ihm nichts einfalle. Das gebe es nicht, hat er geantwortet. Zu sehen gebe es immer etwas, gerade auf so einer „Panoramafahrt“. Und Gedanken mache man sich ja schließlich auch immer. Das finde dann schon den Weg aufs Papier und bekomme damit eine Form. Da sei er sicher.

Und zur Not seien da noch die „Landschaften als Szenarien“, „die OrtsMarken“ und die „was weiss ich schon von – Bilder“. Ich solle mir mal nicht so viele Gedanken machen.

Buchalov