„we are stardust, we are golden“

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„Woodstock“, ich weiß gar nicht wie oft und in wievielten verschiedenen Versionen ich dieses Lied in den letzten Tagen bei Juergen gehört habe. Immer und immer  wieder. Da ist was im Gange.

Die Textzeile gefällt ihm. Das ist mal klar. Und das Lied wohl auch.

Und es knüpft an die Zeit an, als er zwanzig war. Auch das ist klar.

Und er versucht wohl rauszukriegen, was das geblieben ist von damals. Nostalgie, vielleicht. Aber vielleicht eher die Frage nach dem großen Bogen im Leben. Bin ich noch bei mir? Wo sind die Brüche? Bin ich mir treu geblieben? So etwas in dieser Art vielleicht.

Gedanken eines „alten Mannes“ halt, habe ich so bei mir gedacht. Aber ein verdammt guter Song. Und vielleicht inspiriert der Sternenstaub ja zu ein paar Zeichnungen.

Buchalov

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es hat gut getan

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Juergen und ich sind immer noch sehr berührt, wirklich sehr berührt. Ein paar Tränen haben wir auch weggedrückt. Der Grund ist simpel und vielleicht unbedeutend: Bob Dylan bekommt ja den Literaturnobelpreis.

Es hat richtig gut getan zu erleben, dass mal die gesamten negativen Tagesnachrichten – von den Kriegen um uns herum bis hin zu den rechten, nationalistisch – populistischen Tönen und Taten in Deutschland, die ja so massiv aufs Gemüt drücken, von dieser Nachricht der Nobelpreisverleihung überlagert wurden. Endlich mal wieder etwas wirklich Positives und das mit einer Person, die uns ja schon seit Mitte der Sechziger begleitet. Bob Dylan ist unser Weggefährte, und wir sind der seine. Ich sehe mich noch mit fünfzehn Jahren wie ich mit der Gitarre beim gemeinsamen Urlaub mit meinen Eltern in Bayern auf der Gitarre immer wieder „Blowing in the wind“ spiele. Und bei diesem Lied ist es ja nicht geblieben – bis heute wenn wir mit „Band M“ proben und auftreten.Von daher ist es ja nicht nur ein Preis, der an Bob Dylan geht, sondern auch an uns, an diese Generation, die ihn über Jahre begleitet hat. Das ist schon mal etwas Rührseligkeit wert.

Nobelpreise werden in der Regel für ein Lebenswerk verliehen. Die Preisträger sind in der Regel dadurch gekennzeichnet, dass sie im letzten Teil des Lebensweges angekommen sind. Sie haben das Alter. Tja, und das ist das, was ja auch für uns gilt: auch wir sind mittlerweile mit vielen Lebensjahren gesegnet. Und das Zeitfenster schließt sich, keine Frage. Da darf man zusätzlich berührt sein, oder?

Buchalov

was man so findet …

IMG_2676_1024Juergen hat sich, so erzählte er mir, da so eine Stelle im Atelier „Zelle k5“ frei gehalten. An diesem kleinen Fleckchen lagere er alle die Papierreste, die er momentan nicht benötige: Fehldrucke, Skizzen, Arbeitsergebnisse mit denen er unzufrieden sei, Papierarbeiten, die ihm misslungen seien und alle die Schnipsel, die so im Laufe der Produktion anfallen würden. Eine kleine Fundgrube halt.

Und dann finde er beim Durchstöbern schon mal so Dinge, da wundere er sich selbst. So gehe es ihm auch mit diesem kleinen Zettel, einer musikalische Notation, einer kleinen Komposition, die er niedergeschrieben habe, ohne dass eine konkrete Melodie ihm Kopf gewesen sei.

Mich würde ja schon interessieren, was man draus machen kann. Musikalisch natürlich.

Buchalov

twelve pieces

Ich habe Juergen gefragt, was er denn so in den letzten Tagen an Zeigbarem produziert habe. Tja, meinte er, das sei nicht so einfach zu beantworten.

Die letzten beiden Wochen habe er viel am Rechner verbracht. Das seien noch die Auswirkungen vom letzten Berlinbesuch. Neben Susanne Haun, mit der er ja die „sammenzu“ – Reihe gestartet habe, sei er auch mit  Anna von „Augenzeugekunst“ unterwegs gewesen. Und am Küchentisch und beim Spaziergang mit ihr im Viertel sei dann die Idee von den „twelve pieces“ entstanden.

Das sei mal wieder etwas Filmisches. In Kooperation mit Anna. Und die Basis seien eben die „twelve pieces“, fragmentarische Musikstücke. Und die haben er eben mit seinen Bands „Band M“ und „LuiOne“ als Arbeitsgrundlage in „Zelle k5“ eingespielt und für die weitere Verwendung am Rechner vorbereitet. Verdammt viel Arbeit sei das gewesen.

Und einen Film habe er auch noch geschnitten. Über ein anderes Musikstück. Aber über Beides werde er demnächst beim Kaffeetrinken berichten. Damit entschwand er.

Na ja.

Buchalov

Ergebnis

Das war schon etwas Besonderes gestern. So sagt Jürgen. Nachdem er eine Nacht drüber geschlafen habe, sei er mehr als zufrieden mit dem Ergebnis  des Kunstwochenendes in Geldern: Die Besucherzahlen stimmten, die Atmosphäre in den Räumen war hervorragend, die Inhalte der Gespräche brachten ihn weiter, das Konzert von Frank Peuss fand großen Zulauf und die Werbung für „Buchalovs blog“ habe schon gestern Abend Früchte getragen.

Einige Bildern, mit dem Handy geschossen,  hat Juergen auf seiner Seite „Ergebnisse“ eingestellt: >>[…]

Über Eure Meinung zum Rundgang würde ich mich an dieser Stelle hier sehr sehr freuen.

Buchalov