ein Plan, eine Methode

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Juergen ist da so hineingeschlittert. Und merkt nun, dass es ihm einiges abverlangt.

Wovon ich rede?
Susanne Haun und Heike Schnittker haben als er noch in Süddeutschland unterwegs war ein zeichnerisches oder malerisches Projekt angestoßen, bei dem es darum geht, erstellte Selbstportraits durch den anderen übermalen zu lassen. Und sie haben Juergen einbezogen. Das freut ihn sehr, es sei ein Zeichen von Wertschätzung sagte er, und er mache da gerne mit. Ich soll danke sagen.

Ich kenne Juergen ja ganz gut, und ich habe mir schon gedacht, dass er sich der großen Anforderung, davon hat er nämlich geredet, stellen wird, indem er sich einen Plan macht. Oder eine Methode festlegt. Um das Ganze zu meistern. Hat er auch getan.

Juergen hat nun einen Rapport begonnen, neben der Arbeit an den Bildern, in dem er alles das, was ihn zu dem Vorhaben bewegt, niederschreibt. Er kreist also das Ganze gedanklich und literarisch ein. Er versucht sich Halt zu geben. Und hat parallel dazu mit der praktischen Arbeit begonnen.

Im Atelier ist er daher auch schon gewesen und hat die Selbstportraits gemalt, die er an Heike und Susanne weitersenden soll, damit diese sie übermalen.

Dem Projekt fehle auch noch ein Arbeitstitel, meinte er zu mir. Bei Juergen müssen die Dinge nämlich immer einen Namen haben. Den „klebt“ er dann auf die Projekt – Schublade.

Buchalov

 

Rhizom

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Sie hat zugesagt. Das scheint Juergen sehr wichtig zu sein. Schon vor einigen Tagen hat er nämlich Barabara Schmitz Becker gefragt, ob sie nicht Intersse habe, mit ihm in eine „Rhizomwoche“ einzusteigen. Jetzt hat sie zugesagt, denn die Idee von Juergen scheint gezündet zu haben.

Ich habe ihn gefragt, was denn eine „Rhizomwoche“ sei? Juergen hat wie immer rumgedruckst, und ich glaube, er weiß das gar nicht so genau – im Detail jedenfalls. Er erzählt mir allerdings immer von dem Rhizom als Methode der künstlerischen Erarbeitung von Themen, dem Rhizom als Präsentationsform und dem Rhizom als künstlerisches Thema. Auch auf der „Buchalovs Freunde Tour“ ist ihm das Prinzip wohl öfter über den Weg gelaufen.

Und jetzt will er sich mit Barbara ein paar Tage auf den Weg machen. Barbaras Anknüpfungspunkt ist ihr „EdenZwo Labor“, in dem sie sich mit biologischen Prozessen, einer grundlegenden biologischen Samenbank und eben auch Rhizomen beschäftigt.

Ich glaube, da haben sich zwei gefunden.

Buchalov

es ist festhalten und loslassen

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Juergen und ich werden eine Pause einlegen. Der Winter war lang genug. Wir sind die nächsten Wochen  mit dem Wohnmobil unterwegs.

Und wenn wir unterwegs sind, sind wir unterwegs: ungebunden, neugierig, hungrig auf alles. Die Grenzen setzt der eigene Körper. Reisen soll ja bilden. Was es sicher auch tut. Glaube ich. Auf Reisen spürt man sich selbst stärker, merkt, das man noch lebt, ist gefordert, muss organisieren, im Kleinen planen, sich öffnen. Die eigene Welt wird kleiner, aber intensiver. Es ist körperlich und es ist geistig. Es ist Bewegung und Ruhe. Es ist festhalten und loslassen. Und es ist abwechslungsreich, nicht statisch.

Vielleicht werde ich ich ab und an von unterwegs etwas im Blog veröffentlichen. Ich glaube schon, dass dies funktioniert. Aber verlassen dürft ihr euch nicht darauf.

Und ich weiß, weil es bisher immer so war, dass ich mich auch wieder auf Euch und die Themen freue, wenn ich aus der Pause zurück bin. Von daher: bleibt gesund, bleibt im Gleichgewicht und laßt es Euch gutgehen. Bis bald!

Buchalov