Untersuchung eines Malstückes

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Das „Prinzip Rhizom“ als Methode: Juergen hat eine kleine bemalte Wellpappe, ein Malstück wie er sagt, als Ausgangspunkt weiterer kreativer Aktivitäten genommen. Das Malstück ist sein Keimling. Ein unscheinbares Teil mit Farben, die Juergen so nicht zusagen. Es sind die Farben von Jöer Möller, und er hat Juergen dieses Malstück mit bedeutungsschweren Worten ans Herz gelegt und übergeben – als Teil des gemeinsamen Projektes „zweifertig“. Jeder gibt dem anderen einen Teil eines Kunstwerkes mit der Bitte, es nun fertigzustellen. Sie sind jetzt im Laufe der Zeit beim „Block neun“ angelangt.

Juergen hat dieses Malstück nun untersucht: fotografisch, zeichnerisch, malerisch und drucktechnisch. Das entspricht seiner momentanen Vorgehnsweise. Und dabei kommt er, so meint er jedenfalls, den Dingen auf die Spur und erfährt wie sie zu ihm stehen.

Buchalov

wenn der Faden reißt

Jürgen musste seine „Buchalovs Freunde Tour 2017“, zumindest den ersten Teil, abrechen. Und nun sitzt er zuhause und, tja was eigentlich?

Der Faden ist erst einmal gerissen, denn ich habe ihn auf der Fahrt so erlebt, dass die Dinge aus dem Rhythmus der Tour heraus einfach so flossen. Das tägliche Zeichnen, das Schreiben, das Fotografieren, die Gespräche mit den Menschen, die ihm über den Weg liefen, alles das war so wunderbar im Fluss. Und er hatte auch die Ruhe, die Dinge kommen zu lassen. Denn sie kamen zu ihm, ohne dass er gross initiativ sein musste.

Und jetzt: Pustekuchen.


Juergen versucht wieder in den Rhythmus zu kommen, indem in sein extra für die Fahrt angelegtes Skizzenbuch weiterhin morgens beim Frühstück Zeichnungen einfügt, die irgendwie mit der Fahrt zu tun hatten. Ich unterstütze ihn dabei.


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Papierkästchen und Lesezeichen

Nicht alles genügt seinen eigenen Standards. Manches fällt durchs Raster, wenn Juergen die Ergebnisse seiner Arbeit prüft. Aber wegschmeißen, vernichten geht gar nicht. Manches, so seine Aussage, könne man ja später noch mal gebrauchen. Und es geschieht auch so.

Das Neueste sind kleine Origamischächtelchen und Lesezeichen, die er mit Hilfe der aussortierten Zeichnungen aus der Serie „OrtsMarken“ faltet.



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Beispiele

Orte haben Marken. Kennzeichen. Material. Objekte. Fundstücke. Und die nimmt Jürgen als Ausgabgsmaterial für seine Zeichnungen über „OrtsMarken“. Sie sind seine Inspiration, seine Orientierung, sein Material, sein Ausgang, sein Anfang.

Hier zwei Beispiele fuer gefundene „OrtsMarken“, s.o., und was dann aus ihnen wird.

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